Ausgemistet – und dann??

Immer dann, wenn ich in letzter Zeit genug vom Lernen hatte (also ziemlich oft…), habe ich die Pause genutzt, um in meinem Studentenbüdchen ein bisschen auszumisten.

Zum einen, weil ich mit Grausen an den Umzug, oder besser: die Umzüge, denke, die mir zum Referendariat bevorstehen. Zum anderen, weil ich immer häufiger das Gefühl hatte, in meinem ganzen Kram regelrecht zu ersticken. In den letzten fünf Jahren hat sich nämlich ganz schön viel Zeug angesammelt auf dem recht begrenzten Raum…
Außerdem habe ich die Bilder aus Bea Johnsons „zero waste home“ gesehen und bin von der minimalistischen Einfachheit echt beeindruckt.
Und dann kam auch noch hinzu, dass ich meine Küche „entplastikt“ habe und einiges durch Edelstahl, Keramik, Glas oder Holz ersetzt habe.

Letzten Endes hatte ich drei riesige blaue Ikea-Taschen voller Zeug (eine mit Klamotten, eine mit Küchenutensilien, eine mit Deko und anderem Kram), die ich loswerden wollte. Aber wie?

1. Spenden: Den Großteil der Sachen habe ich heute zum Sozialkaufhaus gefahren. Dort werden sie für einen geringen Preis wieder verkauft und erhalten so noch einmal ein zweites Leben. Ich hatte auch überlegt, die Tasche mit der Kleidung zu Vinty’s zu bringen, einem Second Hand Laden der Aktion Hoffnung, der auf ehrenamtlicher Basis geführt wird und dessen Erlöse Projekten in Entwicklungsländern zugute kommen. So einen Laden gibt es nicht nur hier in Augsburg, sondern z. B. auch in München, Nürnberg, Erlangen und Passau. Allerdings liegt der hier mitten in der Innenstadt, wo man nur schlecht parken kann, und ich hatte wenig Lust, die schwere Tasche weiter als unbedingt nötig zu schleppen.
Ich habe mir fest vorgenommen, dort in nächster Zeit einmal vorbei zu sehen (und berichte dann auch gerne hier darüber), werde aber wohl eher mein Geld als meine Klamotten dort lassen.
In Maßen, versteht sich. Sonst wäre die ganze Ausmisterei ja völlig für die Katz gewesen.

2. Verschenken: Die dritte Tasche, also die mit dem Deko-Kram und anderem Zeug, habe ich kurzer Hand mit einem „Zu Verschenken“-Schild versehen, im Eingangsbereich des Studentenwohnheims abgestellt und in der entsprechenden Facebook-Gruppe einen Hinweis gepostet, dass die Sachen sich über einen neuen Besitzer freuen würden. Einen halben Tag später war nichts  mehr da, noch nicht einmal die Tasche selbst. 🙂

3. Verkaufen: Einige ausgewählte Stücke, vor allem solche, die nicht ganz billig waren, werde ich in der nächsten Zeit auf Ebay zum Verkauf anbieten. Gerade Markenartikel, z.B. Outdoor-Kleidung mit Wolfstatze oder Frischhaltedosen von T*****ware, sollen dort angeblich ganz gut weggehen.

4. Wegschmeißen: Im Müll sind nur ganz wenig Sachen gelandet: entweder weil sie kaputt waren, oder Verpackungsmaterial (warum auch immer ich das aufgehoben hatte…), oder seit Jahren abgelaufene Kosmetika (warum auch immer ich die gekauft hatte…).

Mein Zimmer ist jetzt schon deutlich weniger vollgelagert, mein Kleiderschrank viel ordentlicher und übersichtlicher und auch mein Badschränkchen kann man wieder öffnen, ohne dass die Hälfte des Inhalts heraus fällt.
Als nächstes kommt dann wohl das Bücherregal dran. Und Bettwäsche habe ich auch viel zu viel… Bis der nächsten Lernpause noch! 🙂

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