ein (fast) plastikfreier Wocheneinkauf – und eine tolle Entdeckung

Montag ist bei mir Einkauftag. Also gestern.

Ich versuche seit einiger Zeit, wirklich nur noch einmal in der Woche einkaufen zu gehen, und zwar brav mit Einkaufsliste. Das hat zum einen den Vorteil, dass ich weniger Zeug kaufe, was ich eigentlich gar nicht brauche, denn irgendwas ungeplantes landet halt doch immer im Wagen, Liste hin oder her. Wenn das nur einmal wöchentlich passiert, läppert sich das bei weitem nicht so sehr, wie wenn ich alle paar Tage einkaufe. Zum anderen spart das jede Menge Zeit, da ich gut vorbereitet „die große Runde drehe“ und dann alles beisammen habe. Meistens jedenfalls.

Ich weiß, dass viele Plastikmeider und Müllverhinderer nur noch selten im Supermarkt einkaufen, bei mir ist das bisher anders. Leider gibt es in näherer Umgebung (ich hab ja kein Auto) keinen Unverpackt-Laden und auch keinen Wochenmarkt. Darum muss ich mit dem Vorlieb nehmen, was halt da ist. Mit ein wenig hartnäckiger Suche findet man aber auch im „normalen“ Supermarkt einiges Brauchbares.

Eine typische Einkaufsrunde besteht bei mir aus dem Getränkemarkt für Fruchtsäfte und um das Pfandglas zurückzugeben.
Dann aus dem Supermarkt für Milchprodukte (Milch, Sahne, Joghurt, Käse) und „trockene“ Produkte wie Mehl, Haferflocken, Nudeln. Außerdem Eier. Manchmal ein Brotaufstrich im Glas oder sowas. Und dann halt noch die ungeplanten Sachen (Stichwort: Schokolade…)
Alle paar Wochen mache ich noch einen kleinen Schlenker zum Bio-Supermark, der Gott sei Dank nur ein paar hundert Meter vom Marktk**f entfernt ist. Dort besorge ich Konserven im Glas, vor allem gehackte Tomaten, außerdem gönne ich mir ab und zu eine Bio-Limo aus der Glas-Pfandflasche. Und wenn ich schon mal da bin, bringe ich einen alten Eierkarton mit, da man dort die Eier auch einzeln nachkaufen kann.
Und dann ist da ja noch die rollende Gemüsekiste, die heute morgen wieder angerollt kam 🙂
Damit ist mein Einkauf auch schon vollständig. Nur Brot bzw. Semmeln hol ich immer frisch vom Bäcker gegenüber. Aber da ich nicht so der „Brotzeitmensch“ bin, passiert das auch nur ca. zweimal die Woche.

Diese Woche sah das dann so aus:

Viel Pfand, wenig Einweg, kaum Papier
Viel Pfand, wenig Einweg, kaum Papier

Die Gemüsekiste hatte auch viele tolle Sachen zu bieten:

Äpfel, Birnen, Nektarinen, Mais, Lauch, Champignons, Suppengrün...
Äpfel, Birnen, Nektarinen, Mais, Lauch, Champignons, Suppengrün…

Bei der „guten“ Schokolade bin ich mir nicht ganz sicher, ob das Einwickelpapier tatsächlich in den Papiermüll darf – weiß da jemand genaueres?

Die "Gute Schokolade" - plastikfrei?
Die „Gute Schokolade“ – plastikfrei?

Diese Woche gab es zwei Sachen dann doch in Plastik eingepackt: Einmal den Käse, der zu den größten Plastikverpackungsproblemen gehört, die ich momentan regelmäßig habe. Bisher hab ich keine Käsetheke gefunden, die ihn mir in die mitgebrachte Dose packen wollte 😦 („Das dürfen wir nicht, blablabla“).

Käse - mein Sargnagel!
Käse – mein Sargnagel!

Ich hoffe da ein bisschen auf den Gögginger Wochenmarkt, der Mitte September nicht nur umzieht und damit ich für mich greifbare Nähe rückt (nämlich direkt vor meine Haustür *freu*), sondern auch deutlich vergrößert wird, unter anderem um einen Käsestand. Mal sehen, was sich da so ergibt.

Und dann war da noch der Dunstabzugsfilter, den ich schon eeewig mal austauschen wollte und irgendwie immer vergessen hab. Ich glaub, das Ding war locker drei Jahre in Gebrauch. Oder noch länger? Auf der Verpackung steht, man soll spätestens alle vier Monate wechseln. Ups.
Jedenfalls weiß ich hier beim besten Willen keine plastikfreie und unverpackte Alternative.

Dunstabzugsfilter
Manches gibt es leider nur in Plastik. Dafür kauf ich das dann umso seltener 😉

Als kleines Schmankerl gab’s dieses Mal außerdem noch drei 0,5L-Weckgläser, die zu meiner Freude vollkommen plastikfrei zu haben waren: Lediglich innen war eine Papierbanderole reingewickelt.
In denen möchte ich zukünftig z.B. die TK-Erbsen aufbewahren, da diese Pappschachteln, wenn sie mal angebrochen sind, nicht mehr richtig wiederverschließbar sind. Und den „selbstentkörnten“ Mais, dazu aber in den nächsten Tagen mehr.

Weckgläser 500ml
hübsch, ne?

Nicht gekauft, da diese Woche nicht notwendig, aber tierisch gefreut habe ich mich über den neu entdeckten Tofu im Glas, den es in Bio-Qualität im Supermarkt zu kaufen gibt. Hach! ❤

Tofu im Glas - yes!!!
Tofu im Glas – yes!!!

Joa, das war’s dann auch schon. Wie gesagt, es gibt noch ein paar Baustellen (Käse, Schokolade), aber im Großen und Ganzen hab ich meine (Plastik-)Müllproduktion in letzter Zeit schon deutlich einschränken können. Allein dadurch, dass ich Saft und Milchprodukte im Pfandglas kaufe und nicht mehr in Tetrapacks oder Plastikbechern, habe ich den Müll für die Gelbe Tonne locker halbieren können!

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7 Gedanken zu „ein (fast) plastikfreier Wocheneinkauf – und eine tolle Entdeckung

  1. Ja, die ganzen Milchprodukte machen irre was aus! Ich hab nun zu meiner riesigen Freude im Bioladen Kefir im Glas gefunden – im Supermarkt gibt’s ihn nur im großen Becher. So findet sich nach und nach für jedes Problem eine Lösung. Wochenmärkte sind nach meiner Erfahrung super umgänglich, was eigene Dosen angeht.
    Viel Erfolg dabei!
    LG Zora

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  2. Hallo,
    ich kaufe in der Drogerie mit den 2 Buchstaben „die gute Bio Schokolade“.
    Für 3 Schoki wird 1 Baum gepflanzt. Das ist doch echt mal ein Grund zu futtern 😉
    Mir kam die Verpackung auch nicht ganz geheuer vor, also schrieb ich „Plant for the Planet“ an und fragte nach.
    Die meinten, die äußere Verpackung sei Papier, aber die innere sei aus hygienischen Gründen Plastik.
    Vielleicht schreibst Du die auch mal an (steter Tropfen…). Bin ja der Meinung, dass Recyclingpapier dem Charakter deutlich mehr entsprechen würde, aber evtl. verschreckt man dann nicht ganz so grüne Käufer?

    Gefällt 1 Person

      1. Die von Gepa ist ja Fairtrade und Plastikfrei und Bio. Zumindest ist die Folie zu , ich glaube 90 % abbaubar. Oder sogar 95%? Müsste noch mal nachschauen. LoveChock lässt sich komplett kompostieren, habs selbst getestet. Ich finde übrigens, wenn man sonst Plastikmäßig sehr Abstinent lebt und dann ja auch auf quasi ALLES verzichtet was sich im Süßigkeitenregal befindet, dann kann man auch ruhig mal Schokolade kaufen, die in Plastik oder Alufolie gewickelt ist, dafür aber Bio und Fairtrade. Das Thema ist Ernst, aber das Leben soll auch Spaß machen, sonst verliert man die Lust daran 🙂 Liebe Grüße.

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  3. Ich hab bezüglich der Käse- und Wursttheken mal gelesen, dass es ok ist, wenn man die mitgebrachte Dose AUF die Theke stellt und die Ware dort hineingelegt wird. Die dürfen die Dose nur nicht hinter die Theke nehmen.
    Aber in der Bäckerei wird mein Brotbeutel auch immer rübergenommen. Wurde letztens sogar von der Verkäuferin dafür gelobt. Gibt halt solche und solche.

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