Apfelkuchen für Stefan

Seit fünf Jahren wohne ich nun schon hier in Augsburg und eeeendlich ist es mir gelungen, meinen lieben Herrn Cousin dazu zu bringen, dass er mich mal besucht. (Nicht falsch verstehen, wir haben uns in der ganzen Zeit durchaus gesehen, aber halt immer woanders.) Der Trick: „Wenn du tatsächlich kommst, back ich dir auch nen Kuchen!“

Tja, da musste ich wohl Kuchen backen. Aber wie mach ich das, ohne dass (Plastik-) Müll entsteht? Nun, ich glaube, ich habe ein ganz gutes Rezept gefunden. Und das beste: Apfelkuchen hat gerade Hochsaison!

Apfelkuchen mit falschem Schmandguss
Das brauchst du dazu:

Für den Teig:

  • 200g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 80g Butter (selbst gemacht oder in Papier)
  • 80g Zucker
  • 1 Ei
  • Butter für die Form

Für den Belag:

  • 3  säuerliche Äpfel (z.B. Boskoop, Elstar)
  • 400g 10%iger Joghurt, natur oder mit Honig (aus dem Pfandglas)
  • 40g Speisestärke und das Mark von 1 Vanilleschote (oder 1 Pck. Vanillepuddingpulver)
  • 2 Eier
  • 1 TL Zimt
  • 2 EL Zucker
Und so geht’s:
  1. Den Joghurt in ein Tuch geben und kräftig ausdrücken. Anschließend am besten noch weiter austropfen lassen.
  2. Die Zutaten für den Teig verkneten und in eine gebutterte Springform (24-26 cm) drücken, dabei einen Rand hochziehen.
  3. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen, in dünne Scheiben schneiden und möglichst gleichmäßig auf den Kuchenboden schichten.
  4. Den Joghurt mit dem Zimt und ggf. dem Zucker (falls der Joghurt noch keinen Honig enthält) mischen. Stärke und Vanille zufügen und zum Schluss die Eier unterrühren. Die Masse über den Äpfeln verteilen und glattstreichen.
  5. Bei 200°C (Umluft 180°C) ca. 45 min. backen.

Arbeitszeit: ca. 20 Minuten
Kalorien pro Stück: ca. 280 kcal bei insg. 12 Stücken

Plastikbilanz:
  • Gewürzdose vom Zimt,
    da ich Gewürze bisher nicht ohne Plastikverpackung bekomme. Aber eine Packung reicht ja für einige Apfelkuchen.
  • Umverpackung vom Backpulverbeutel,
    die auch nicht jedes Mal anfällt, weil darin ja mehrere Papierbeutel mit Backpulver enthalten sind. Demnächst möchte ich versuchen, Backpulver aus Natron und Zitronensäure selbst zu mischen, dann ließe sich auch diese blöde Folie vermeiden.
Geschmacksbilanz:

Lecker!!! Schön saftig, die Kombination aus Apfel und Zimt ist sowieso immer der Knaller und die Creme obendrauf ist herrlich…  äh… cremig. Einfach großartig. Ich glaube, mit dem 10%igen Joghurt habe ich eine wirklich gute Alternative für Schmand gefunden (die, wenn ich richtig informiert bin, auch noch Kalorien spart).

Gut gefallen hat mir außerdem, dass nicht so furchtbar viel Zucker und Butter nötig sind. Gerade bei der Butter, die ich ja selber herstelle, ist das auch noch recht praktisch: Für viele Rezepte braucht man gleich mal 250g Butter, dafür ist dann locker ein dreiviertel Liter Sahne notwendig. Das ist nicht nur teuer und arbeitsaufwändig, sondern auch eine mega Kalorienbombe.

Dieses Rezept wandert auf jeden Fall in meine Standard-Rezeptesammlung. Ich kann mir auch vorstellen, die Äpfel durch anderes Obst, z.B. Brombeeren, zu ersetzen. Hmm… da bekomm ich gleich wieder Lust zu backen!

Ich hoffe, euch gefällt dieses Rezept und wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken! Lasst es euch schmecken!

Viele Grüße
eure Pip

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3 Gedanken zu „Apfelkuchen für Stefan

    1. Nicht ohne Müll, aber immerhin (fast) ohne Plastikmüll 😉
      Mehl, Zucker, Stärke usw. sind ja in Papier verpackt, der Joghurt und die Sahne (für die Butter) im Pfandglas.

      Eigentlich war es weder besonders schwierig noch besonders aufwändig, „anders“ zu backen als bisher. Rezeptdatenbanken wie chefkoch.de sind da sehr hilfreich. Ich hab einfach ein paar Apfelkuchenrezepte durchgesehen, welche Zutaten verwendet werden und mir eins rausgesucht, das mir geeignet erschien und auch ganz gute Bewertungen bekommen hat. Ursprünglich wurde darin eine Mischung aus „normalem“ Joghurt und Schmand verwendet, sodass ich einfach ausprobiert habe, ob man es auch mit dem fetten, 10%igen Joghurt backen kann. Mein Cousin und mein Bruder waren halt die Versuchskaninchen zum Probeessen – haben sich aber nicht drüber beschwert 😀

      Gefällt 1 Person

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