Coffee no go

Wann wurde es eigentlich schick, seinen Kaffee unter dem Laufen zu trinken? Aus einem wabbeligen Pappbecher mit einem Plastikdeckel, der nicht richtig dicht hält, sodass man Gefahr läuft, keinen Kaffee „to go“ in Händen zu halten, sonden einen „to stolper and kipp over the Winterjacke“?

Eins jedenfalls ist gewiss: Die Becher, die nach dem Trinken (bzw. Verschütten) übrig bleiben, stellen ein beachtliches Müllproblem dar, wie in folgendem Video sehr anschaulich dargestellt wird:

Wer die geschilderten Probleme also vermeiden möchte, hat zwei Möglichkeiten:

1. Coffee to stay

Die gute alte Kaffeetasse aus Keramik, mit wiederverwendbarem Löffel zum Umrühren und Unterteller zum Kleckern. Wer schlau ist, bittet darum, kein Unterlegpapier zwischen Tasse und Teller zu erhalten. Im Idealfall gibts Zuckerstückchen und Milch noch offen in Schale und Kännchen, statt einzeln verpackt in Tütchen und Kapsel.

Okay, man muss sich eben die Zeit nehmen, im Café (bzw. davor in der Sonne) sitzen zu bleiben, bis man ausgetrunken hat, aber mal ehrlich: Die paar Minuten werden doch grad noch drin sein, oder? In Ruhe schmeckt der Kaffee eh gleich viel besser.

2. Coffee to fill

Wenn’s doch mal pressiert und man die heiße Brühe unterwegs trinken muss, hat der schlaue Zero-Waster natürlich seinen eigenen, wiederverendbaren Becher aus Edelstahl, Glas oder Keramik dabei! Damit kann man seinen Kaffee zuhause selber aufbrühen und mitnehmen oder vom Barista hineinfüllen lassen. Im ersten Fall spart man auf jeden Fall Geld, aber auch im zweiten Fall bekommt man manchmal einen Rabatt.

Idealerweise ist der Becher innen nicht mit Plastik ausgekleidet, damit sich durch das heiße Getränk keine gesundheitlich bedenklichen Chemikalien herauslösen können. Und wenn er dann auch noch isoliert ist und den Kaffee lange heiß hält: umso besser! Ich habe lange nach einem wirklch plastikfreien Modell gesucht und wurde leider nicht fündig. Immerhin hab ich nun das hier:

Kaffeebecher no goMein Kaffeebecher ist von Klean Kanteen. Das Geniale daran: Der (BPA-freie) Plastikdeckel ist auf der Innenseite mit einer Edelstahlschicht ausgekleidet, sodass der Kaffee nicht mit dem Kunststoff in Berührung kommt! Der zusätzlich erhältliche Trinkaufsatz („Café Cap“) hat dieses Feature leider nicht und ist außerdem nur spritzdicht, aber nicht auslaufsicher, daher habe ich mich dagegen entschieden, mein Geld dafür auszugeben. Aber mal ehrlich: Erwachsene sollten eigentlich auch problemlos ohne Nuckelaufsatz trinken können, oder??
Die Isolierleistung ist übrigens „befriedigend“ (d.h. ne drei 😉 ). Sie könnte schon besser sein, aber für meine Bedürfnisse – morgens im Zug oder mal kurz in der Pause – vollkommen ausreichend. Ich bin durchaus glücklich mit meinem liebevoll „Kofi Nogo“ getauften Becher.

Wie schaut’s bei euch aus: Erwischt ihr euch selber auch öfter mal mit nem Pappbecher in der Hand oder schafft ihr es auch ohne? Oder seid ihr vielleicht gar keine Kaffeetrinker und das Problem stellt sich euch gar nicht?

Viele Grüße,
eure Pip


Dieser Beitrag wandert in die EiNaB-Blogparade im Februar bei Foolfashion.

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7 Gedanken zu „Coffee no go

  1. Coffee to stay bevorzuge ich auch. Ich gestehe aber – ich habe auch mal einen Coffee To Go getrunken, das war aber eine Art Notsituation (ich musste morgens um 4 Uhr aufstehen, zum Bahnhof und den Zug erwischen, hatte keine Zeit zum Kaffeekochen mehr zuhause und brauche morgens aber unbedingt Kaffee). Ich fand das aber so schrecklich. Das nächste Mal stehe ich lieber 15 Minuten früher auf ;-). Diese Papp- und Plastikgeschmack, das geht für mich gar nicht. Ich verstehe auch Kollegen nicht, die sich morgens beim Bäcker einen Pappbecher mitnehmen, obwohl sie in der Firma einen Kaffeeautomaten haben, und dort auch nochmal Kaffee trinken. Das ist für mich unnötige Ressourcenverschwendung. Wenn ich mal unterwegs Kaffee trinke, dann nur aus der Porzellantasse in der Bäckerei, oder bei einem bekannten Kaffeeröster 😉 . Ein paar Minuten entspannen tut gut. Und außerdem schmeckt mir der Kaffee zuhause ja eh noch viel besser 😉 . Aber den Becher von Klean Kanteen werde ich mir mal näher anschauen :-).
    LG
    Mona

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  2. Ich mag den Kaffee einfach nicht aus Papp- oder Plastikbechern trinken, ich finde, er schmeckt anders und damit meine ich nicht besser. Kaffee gehört für mich in einen schönen Keramik- oder PorzellanPott. Somit stellt sich mir diese Frage GsD nicht.

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  3. Hallo Pip!

    Am besten gefällt mir natürlich Dein „coffe to stay“ mit wiederverwendbarem Löffel. Das ist ja ein geniales Konzept, dass man den Löffel immer wieder verwenden kann *lol* Ich habe mich köstlich amüsiert, super geschrieben!

    Nachdem ich ja gerade meine Achtsamkeitsübungen mache, ist das auch von der Seite der Achtsamkeit her ein Thema. Dem Moment des Kaffeegenusses die volle Aufmerksamkeit schenken!

    lg
    Maria

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  4. Meine Thermosflasche mit Tee und mein eigener Keramikbecher begleiten mich tagtäglich zur Arbeit. Ich mag diese Pappdinger auch nicht. Und auch Tea to go schmeckt darin furchtbar. Ganz davon abgesehen, dass man eh keinen gescheiten Tee in den Bäckereien, die einem unterwegs begegnen bekommt. Ob das bei Kaffee anders ist, weiß ich nicht, da ich kein Kaffeetrinker bin. 😉

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  5. Ich habe schon ewig keinen coffee to go mehr gehabt. Das liegt vermutlich an meinem kurzen Arbeitsweg. Wenn ich in meiner Freizeit unterwegs bin gibt es immer nur coffee to stay 😉
    Aber ganz unschuldig bin ich nicht, ich kenne es durchaus morgens um halb 6 am Bahnhof zu stehen und sich über einen Kaffee zu freuen, der auf dem Bahnsteig auch schön die Hände wärmt…
    Wäre es großzügig beschildert, dass man seinen eigenen Becher zum Befüllen abgeben kann, würden das bestimmt einige tun!
    Lg Jenny

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