Meine Müllbilanz: Februar

Seit ungefähr 8 Monaten versuche ich nun, meinen Müll konsequent zu reduzieren, und langsam zeigen sich Erfolge! Daher habe ich am 1. Februar meinen Restmüll ausgeleert und seither alles, was dafür angefallen ist, einen Monat lang gesammelt. Tatsächlich ist es ziemlich wenig, auch wenn immer noch „Luft nach oben“, oder besser gesagt „nach unten“ ist.

Im Restmüll landet bei mir alles, was

  1. unvermeidbar anfällt, trotz aller Versuche, den Müll zu reduzieren (refuse, reduce, reuse),
  2. nicht recycelt werden kann (recycle),
  3. nicht kompostierbar ist (rot).

Die anderen Müllarten habe ich nicht so lange gesammelt. Am meisten fällt bei mir nämlich leider immernoch Papiermüll an (gefolgt vom Kompost), sodass das Sammeln über einen Monat hinweg nicht möglich ist, weil ich sonst für jede Woche einen Papiermülleimer herumstehen hätte 😦 Ich arbeite dran. Beim Verpackungsmüll („gelbe Tonne“/ „gelber Sack“) schaut es etwas besser aus, da reicht mir mittlerweile ein kleiner 10L-Eimer pro Monat. Allerdings gibt es da ebenfalls noch einiges an Verpesserungspotenzial, daher werde ich erst noch etwas an mir arbeiten, bevor ich euch das Ergebnis vorstelle.

Was Ihr heute also zu sehen bekommt, ist tatsächlich nur der Restmüll für diesen Monat, und ich überlege ernsthaft, ihn in einem 1L-Glas aufzubewahren, um zu sehen, wie lange es dauert, bis es voll ist 🙂 Vielleicht komme ich ja drei Monate damit aus? Oder noch länger? Mal sehen…

Doch nun zu Sache! Diesen Monat landete im Müll:

Summe: 21g
Summe: 21g
  • Die Hülle einer aufgebrauchten Wimperntusche
    Ich habe schon einige Rezepte gefunden, wie man Make-Up selber machen kann, u.a. auch für Mascara. Allerdings zögere ich da noch ein bisschen, weil die halt direkt am Auge aufgetragen wird und man dementsprechend sehr, sehr sorgfältig auf Hygiene achten muss, um keine Augenentzündung zu riskieren. Daher habe ich mir doch nochmal eine Wimperntusche gekauft (immerhin Naturkosmetik und vegan) und fange beim Selbermachen lieber mit weniger „riskanten“ Dingen wie z.B. Puder an.
  • Der Aufhänger und das Pflegeetikett einer gebraucht gekauften Strickjacke.
    Hat gekratzt, sonst hätte ich’s einfach dran gelassen.
  • Das fettige Einwickelpapier eines Döners
    Ungefähr einmal im Monat werde ich noch schwach und kaufe mir Fastfood, versuche aber, auf verpackungsarme und v.a. plastikfreie Varianten wie z.B. Pizza (im Karton) oder eben Döner (vor Ort gegessen, damit keine Alufolie anfällt) zurückzugreifen. Je besser meine Essensplanung allerdings ist, desto weniger oft kommt das vor, denn im Grunde passiert mir das immer dann, wenn ich nix zu essen zuhause habe (zum Einkaufen zu faul gewesen…).
  • Der Sticker eines RFID-Chips von einer Deoflasche
    Ich kaufe bisher noch fertige Deos, weil ich die Sprühflaschen weiterverwenden möchte. Sobald mein Bedarf daran einmal gedeckt ist, werde ich zum Selbermachen übergehen.
  • Die abgeschnittenen Enden eines Hosengummis
    Habe Stoffreste verbraucht und zu einem Rock genäht, daher brauchte ich Hosengummi, damit nix rutscht. Nächstes Mal werde ich versuchen, den Gummi noch sparsamer zuzuschneiden, damit gar nichts oder zumindest weniger davon anfällt.
  • 4 Wattestäbchen
    Die verwende ich nicht zum Ohrenbohren (dafür tut es die Ecke vom Waschlappen und ein Finger), sondern um Patzer beim Schminken auszubessern. Leider komme ich dafür mit wiederverwendbaren Alternativen (z.B. Waschlappen und Finger 😉 ) nicht zurecht. Aber ich habe bereits vollständig kompostierbare Wattestäbchen in plastikfreier Verpackung gefunden (von Hydrophil), die ich verwenden werde, sobald die alte Packung leer ist.

Summe: 21g

Gar nicht schlecht, auch wenn noch Verbesserungsmöglichkeiten da sind. Fortsetzung folgt!

An dieser Stelle hätte ich mal eine Frage an euch und zwar: Sind euch diese fünf Zero Waste Prinzipien, die ich oben angesprochen habe (refuse, reduce, reuse, recycle, rot), vertraut oder soll ich nochmal nen eigenen Artikel dazu schreiben? Bitte abstimmen!

Dankeschön und viele Grüße,
eure Pip


Dieser Eintrag nimmt an der EiNaB-Blogparade teil!

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11 Gedanken zu „Meine Müllbilanz: Februar

  1. Ich ziehe meinen Hut vor dir!
    Aber wie immer habe ich auch Fragen 😉 Ich meine, mich zu erinnern, dass du noch studierst. Nun weiß ich natürlich nicht, wie deine Wohnsituation aussieht, aber bei Studenten denke ich (so wie es bei mir ja auch ist) an kleine Wohnung und Balkon 😀 Du hast die kompostierbaren Wattestäbchen; hast du auch einen Kompost? Und hast du zufällig tatsächlich nur einen Balkon? Dann würden mich die Komposterfahrungen interessieren 😉
    LG Claudia

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  2. Halllo Pip!

    Den Einziehgummi kannst Du aufheben, vielleicht brauchst Du irgendwo einen Aufhänger, sollte eigentlich noch reichen.

    Auch die Etiketten von Kleidung hebe ich auf und verwende sie um gerissene Aufhänger zB. an Handtüchern zu ersetzen.

    Das sind jetzt aber schon Spitzfindigkeiten – Dein Ergebnis ist GROSSARTIG!!!

    lg
    Maria

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  3. Hallo Pip,
    obwohl ich mich ja auch mit Müllvermeidung und vor allem Plastikvermeidung beschäftige, habe ich die von dir angesprochenen Zero Waste Regeln noch nicht bewusst wahrgenommen. Nachdem ich gestern, als ich deinen Artikel gelesen hatte, im Netz danach gesucht habe, bin ich natürlich auf so ziemlich jeder Seite die sich mit dem Thema befasst darüber gestolpert 😉 Aber sag mal, weißt du wie denn jetzt die genaue Definition von Zero Waste lautet? Zählt jetzt nur das zum Müll, was nicht in die Regeln passt? Dann wäre es ja wirklich nur der Restmüll, oder? Da ja Papier und gelber Sack (zumindest theoretisch) recyclebar sind? Ich bin verwirrt!
    Liebe Grüße,
    Nadja

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    1. Hallo Nadja, diese „5 R“ hat Bea Johnson in ihrem Buch „Zero Waste Home“ aufgestellt und die meisten „Zero Waster“ richten sich wohl nach ihr. Demnach ist nur der Restmüll der Müll, der gezählt wird, weil es dafür keine Weiter- oder Wiederverwendungsmöglichkeiten gibt.

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  4. Hallo Pip,
    Respekt! Das ist eine tolle Leistung. Ich habe übrigens tatsächlich kürzlich Hosengummiabschnitte als Aufhänger für Handtücher verwendet. Das geht gut! Wir sind ja auch im Vergleich zu Mitbewohnern im Haus Leute, die wenig Müll produzieren. Wir haben erst nach 8 Wochen unseren gelben Sack weggebracht. Wir haben auch eine braune Tonne für Kompost. Aber ich denke, auch bei uns ginge noch weniger. Ich würde schon gerne nochmal was über die 5R’s der Zero Waste Prinzipien erfahren. Inzwischen mache ich es sogar wirklich so, dass wenn es ein Gemüse nicht unverpackt gibt, ich es liegen lasse und mir was anderes ausdenke, was ich kochen kann. Selbst unser Metzger macht jetzt mit und fragt die Kunden, ob sie eine Tüte möchten, und einige verzichten tatsächlich – das finde ich toll. Ich glaube, so langsam wird es immer mehr Menschen bewusst, dass man etwas gegen den ganzen Müll tun kann.
    LG
    Mona

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  5. Mich würde mal interessieren, wie ihr es mit Kassenzetteln haltet. Die fallen bei mir leider immer an, sogar auf dem Markt. Es war für mich bisher nicht möglich, sie nicht ausdrucken zu lassen. Auch wenn ich die Bons ablehne, so sind sie ja doch produziert worden und dadurch „mein“ Müll.
    Zu den 5 R: Schreib einen! Je mehr davon im Netz sind, desto besser 😉

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    1. Hi! Das Problem kenne ich. Ich halte es damit so, dass ich die Kassenzettel, die auf der Rückseite unbedruckt sind, mitnehme und als Notizzettel verwende, sodass sie wenigstens noch etwas nützlich sind. Wenn ich aber weiß/ sehe, dass die Rückseite bedruckt ist, lehne ich sie ab in der Hoffnung, ein (kleines) Zeichen zu setzen.

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  6. Im Unverpacktladen, Bioladen oder Reformhaus verzichten sie (hier jedenfalls) auf das Drucken der Kassenzettel, wenn man das wünscht, deswegen nehme ich mir da bei Barzahlung quasi nie einen mit.
    Die Kassenzettel, die ich zwangsweise bekomme, verwende ich aber nicht mehr weiter, die will ich so wenig wie möglich anfassen – da ist reichlich Bisphenol drin und anderes fieses Zeug. Das mag ich nicht durch die Haut aufnehmen. So leid es mir tut, die werf ich schnellstmöglich weg (es sei denn, ich muss sie für mögliche Reklamationen aufbewahren).
    Im Restmüll landen bei mir aber z.B. auch die Fenster von Fensterbriefumschlägen, soweit sie nicht aus Transparentpapier sind. Aus dem Altpapier muss das sonst immer noch rausgefiltert werden.
    Deine Müllmenge ist aber schon beachtlich niedrig, ich glaube, da kommen wir derzeit nicht hin!

    Gefällt 1 Person

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