Zu Besuch in der Plastikfreien Zone

Lange geplant, lange nicht geklappt und dann ist mir utzikrawutzi auch noch um zwei Tage zuvor gekommen: endlich habe ich es geschafft, in der Plastikfreien Zone vorbei zu schauen!

Plastikfreie Zone 1Die Plastikfreie Zone ist ein sehr außergewöhnlicher kleiner Laden in München, der sich – wie der Name schon sagt – darauf spezialisiert hat, ausschließlich Produkte zu verkaufen, die selber kein Plastik enthalten und auch nicht in Plastik verpackt sind. Ich kann euch sagen: man kommt sich dort vor wie im Paradies, wenn man tagtäglich damit zu kämpfen hat, dass in herkömmlichen Läden alles, aber auch wirklich alles irgendwie Plastik enthält.

Plastikfreie Zone 2Der Laden ist vom Hauptbahnhof aus recht einfach mit der U-Bahn (U4 oder U5 bis Max-Weber-Platz) und wenigen Schritten „einmal ums Eck“ zu erreichen und liegt etwas unscheinbar direkt gegenüber dem „Städtischen Brause- u. Wannenbad“ (was auch immer es damit mal auf sich hatte).
Wenn man ihn betritt, fühlt man sich gleich wohl: Frau Schüler, die Ladeninhaberin, nimmt sich viel Zeit für ihre Kunden, berät sie und erläutert, warum es bei ihr z.B. keinen Reis und keine Rosinen zu kaufen gibt (Regionalität ist ihr nämlich sehr wichtig!), was man aber stattdessen verwenden kann (Buchweizen, zum Beispiel, und getrocknete Sanddorn-Beeren).

Plastikfreie Zone 3Es gibt dort wirklich einige staunenswerte Dinge: Viele verschiedene einheimische Getreidesorten (lose abzufüllen), Öle, Nudeln, getrocknete Früchte, Kartoffeln – um nur mal ein paar der Lebensmittel aufzuzählen –, die unterschiedlichsten Edelstahldosen und Schraubgläser in etlichen Größen, Kosmetika, diverse Besen und Bürsten (auch Zahnbürsten!), Trinkflaschen, Stofftaschen, eine kleine Auswahl an Bastel- und Schulmaterial, Besteck (z.B. Babylöffel aus Olivenholz), Klopapier!!! und was weiß ich noch alles.

Meine Ausbeute fiel dementsprechend auch reichlich aus:

  • Plastikfreie Zone 4Eine kleine Menge der Sanddorn-Beeren, in einen meiner Stoffbeutel abgewogen. Gar nicht schlecht. Ich muss aber sagen, frisch schmeckt mir der Sanddorn besser!
  • Trockenhefe, ins mitgebrachte Schraubglas abgefüllt.
  • Ein Doppelpack Kupferschwämme für die Kochtöpfe.
  • Zwei Metallklemmen, um damit unvermeidbare Kassenzettel zu sammeln, wenn sie auf der Rückseite unbedruckt sind. Dann kann ich sie als Einkaufs- oder Notizzettel wiederverwenden, bevor sie im Müll landen.
  • ein laaaaaanges Holzlineal – 40cm!! Zu lang für meine Schreibtischschublade 😀
  • eine Glasflasche Gummierkleber. Der besteht nur aus Naturkautschuk und Wasser und das Design der Flasche sieht aus, als hätte es diesen Klebstoff bereits in der Kindheit meiner Großmutter zu kaufen gegeben. Hat es wahrscheinlich auch (Lediglich ein kleines Plastikringerl am Schraubverschluss verhindert, dass die Flasche ausläuft. Aber pssst!).
  • Wattestäbchen in der Pappschachtel.
  • und zwei Rollen des berühmten plastikfrei verpackten Klopapiers. Die Rollen sind nur ein kleines Stück größer als die, die man im Supermarkt bekommt, enthalten aber deutlich mehr Blätter, da die Papprolle in der Mitte schmaler ist.

Der Hauptgrund meines Besuchs, das Spülmittel zum Abfüllen, war leider grade aus 😦 Der Hersteller habe wohl Probleme, es in die großen Edelstahl-Abfüllbehälter zu füllen, daher verzögere sich der Nachschub etwas, sagte mir Frau Schüler. Macht nix! Neuerdings bin ich ja regelmäßig in München, da schau ich halt demnächst einfach wieder mal vorbei.

Wisst ihr, ob es außerhalb Münchens weitere Läden gibt, die sich auf plastikfreie Produkte spezialisiert haben? Unverpackt-Läden gibt es ja inzwischen mehrere, aber die Plastikfreie Zone ist bisher der einzige Laden seiner Art, den ich kenne.

Viele Grüße,
eure Pip

P.S.: Das Klopapier kann man übrigens auch auf der Homepage der Plastikfreien Zone oder bei memo.de bestellen! Bei letzterem ist aber, wenn ich das richtig sehe, nur die Großpackung (ganzer Karton) plastikfrei verpackt.


Auch dieser Eintrag wandert zur EiNaB-Blogparade.

Logo-EiNaB

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8 Gedanken zu „Zu Besuch in der Plastikfreien Zone

      1. Hallo Pip!

        Kann ich gut verstehen! Ich versuche die Zeit auch zu reduzieren und schaue mir wirklich nur das an, was mich interessiert.

        Wir wollen halt allen Teilnehmern der Blogparade die Möglichkeit geben, ihre Beiträge noch besser zu platzieren.

        lg
        Maria

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  1. Ich erblasse vor Neid! 😉 Ich hätte auch gerne so einen tollen Laden in erreichbarer Nähe, aber hier gibt es ja noch nicht mal einen Unverpackt Laden, seufz…. Wenn ich mehr Mut hätte, würde ich glatt selbst einen eröffnen.

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