Müllfreie Schule #3: Nie wieder Textmarker!

Textarbeit ist ein ganz wesentliches Element z.B. im Deutschunterricht. Die Schüler sollen lernen, einen Text sinnerfassend zu lesen, um sich anschließend mit den dargebotenen Inhalten näher auseinandersetzen zu können. Sicher kennt ihr dafür den Dreischritt: wesentliche Informationen markieren – den Text in Sinnabschnitte gliedern – zu jedem Sinnabschnitt eine passende Überschrift finden. Meine Schüler verdrehen jedes Mal die Augen, wenn ich ihnen damit komme. Aber da müssen sie durch. Es ist nämlich leider echt erschreckend, wie schlecht viele Schüler lesen können, selbst in den höheren Klassen noch! Doch noch nerviger ist es, wenn sie noch nicht einmal das nötige Arbeitsmaterial zur Verfügung haben, um solche wesentlichen Techniken einzuüben!

Doch bevor ich nun in eine Litanei darüber verfalle, wie schlimm das doch alles ist und wie blöd meine Schüler sich manchmal anstellen (okay, soooo schlimm ist es nun auch wieder nicht, eigentlich kann ich ganz zufrieden sein), komme ich lieber gleich auf den Punkt: Zum Anstreichen wichtiger Informationen im Text braucht man nämlich Farbstifte! Am besten noch in so richtig leuchtenden Farben, damit man die markierten Textstellen möglichst schnell wiederfindet. Weit verbreitet sind dafür sogenannte Textmarker, also neonfarbene Filzstifte mit extra breiter Spitze, mit denen man schnell und einfach über die Zeilen fahren kann.

Das Problem dabei: Die Dinger sind ziemlich teuer, verdammt schnell leer, voller Chemie und verschmieren gerne mal die Druckertinte. Und sie hinterlassen einen Batzen Müll, sobald sie nicht mehr einsatzfähig sind.

Die Lösung ist einfach: Holzfarbstifte! Die sind zwar ähnlich teuer wie ihre filzigen Verwandten, halten aber deutlich länger. Und wenn sie unlackiert sind, darf die Spitzerspäne in den Biomüll!
Neben den „normalen“, dünnen Buntstiften gibt es auch dickere Varianten, insbesondere solche, die mit ähnlich leuchtenden Farben aufwarten wie die herkömmlichen Textmarker. Empfehlen kann ich z.B. die Trockentextmarker von Lyra (für die gibt es neuerdings übrigens auch einen Stifteverlängerer, d.h. man kann sie wirklich verwenden, bis sie ganz, ganz winzig klein gespitzt sind!). Außerdem bin ich auf das Modell von memo gestoßen, das nach dem Fallminenprinzip arbeitet und daher noch nicht einmal Spitzerspäne hinterlässt! Die habe ich bisher allerdings ncoh nicht selbst testen können und weiß daher nicht, wie die Verpackung des Stifts und der Ersatzminen beschaffen ist. Kennt die jemand von euch und kann davon berichten?

Viele Grüße,
eure Pip


Natürlich wandert auch dieser Blogeintrag zur EiNaB-Blogparade!

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2 Gedanken zu „Müllfreie Schule #3: Nie wieder Textmarker!

  1. Wie so oft habe ich mir auch darüber noch keine Gedanken gemacht 😉
    Zustimmen muss ich dir in der Meckerparade über Textmarker! Ich habe die schon zu Schulzeiten nie gemocht und benutzt und auch in der Uni nicht. Richtig lustig fand ich es immer, wenn Leute ihre Texte markiert haben und am Ende alles leuchtend neon war… die haben auch im Deutschunterricht nicht aufgepasst.
    Mit den Alterativen, die du vorschlägst, kenne ich mich nicht aus. Ich neige zum einfachen grünen Buntstift. Damit kann man unterstreichen und falls man doch über die Schrift malt, kann man sie noch lesen.

    Und jetzt muss ich dir auch noch wegen des schlechten Lesens zustimmen! Ich arbeite mit jungen Erwachsenen und muss leider sagen, 90% von denen, die einen Realschulabschluss haben, bewegen sich bei Leseverstehen auf B1-Niveau… Deswegen bin ich immer dankbar für motivierte Lehrkräfte wie dich (und meine eigene Deutschlehrerin), die sich alle Mühe mit den Kindern geben!

    LG Claudia

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