Zero Waste auf Reisen #2: Unterkunft und Verpflegung

Kurzes Vorwort: Diesen Text habe ich vor etlichen Monaten bereits geschrieben, aber aus irgendeinem Grund bisher nicht veröffentlicht. Manchmal muss ich mich echt über meine eigene Schusseligkeit wundern… Nun steht über Ostern bereits die nächste Sprachreise an, nämlich nach Granada – und auch hier werde ich versuchen, möglichst nachhaltig zu reisen. Macht euch also auf weitere Beiträge zu diesem Thema gefasst!

Nachdem ich euch letzte Woche bereits beschrieben habe, wie ich auf möglichst umweltfreundliche Art und Weise nach Barcelona „hätte kommen können“, um dort eine zweiwöchige Sprachreise zu verbringen, möchte ich euch heute kurz schildern, wie ich dort unterkommen und mich versorgen werde. Diese Überlegungen stelle ich, wohl gemerkt, alle im Voraus der Reise an – ob sie sich bewährt haben, werde ich euch hinterher natürlich gerne berichten…

Unterkunft:

Ich habe die Reise über eine Sprachschule gebucht, inklusive Unterkunft und Anreise. Bei der Unterkunft handelt es sich um ein einfaches Studentenwohnheim in unmittelbarer Nähe zur Sprachschule. Das macht die Logistik vor Ort natürlich schon einmal einfacher. Man kann dort frühstücken, wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob ich diese Möglichkeit nutzen werde, denn zum Einen ist das spansiche Frühstück meiner Erfahrung nach nicht gerade das reichhaltigste, zum Anderen sind solche Buffets ja häufig ein Quell großer Mengen an Verpackungsmüll. Gut möglich also, dass ich mir mein Frühstück lieber selber besorge, aber das werde ich vor Ort sehen.

Verpflegung:

Mittags und abends werde ich mir mein Essen selbst organisieren, wobei ich noch nicht genau weiß, ob ich die meiste Zeit allein unterwegs sein werde oder ob sich nicht aus dem Spanischkurs, den ich vier Stunden am Tag belege, ein paar Leute finden, die gemeinsam etwas unternehmen wollen. Je nachdem kann es sein, dass ich mal selbst koche – das Studentenwohnheim bietet wohl eine Gemeinschaftsküche – und mal essen gehe. Natürlich bieten sich auch einfache Lunchpakete, deren Zutaten man auf einem der berühmten Märkte Barcelonas erstehen kann, an, sodass ich diese dann am Strand, in einem Park oder anderswo essen kann.
Das heißt für mich, dass ich ein paar Dinge in meinen Koffer bzw. Rucksack packen werde, die mir helfen, möglichst ohne Müll auszukommen:

  • Wasserflasche (eh klar)
  • wiederverwendbarer „Spork“ (aka „Göffel“, also eine Kombination aus Gabel und Löffel), falls es mal nur Wegwerf-Besteck geben sollte
  • Taschenmesser, gehört wärend des Fluges natürlich nicht ins Handgepäck! Innerhalb Europas sind Taschenmesser mit einer Klingenlänge von weniger als 6cm aber offenbar erlaubt.
  • Edelstahl-Strohhalm, denn meiner Erfahrung nach erinnern sich Kellner viel eher an die Bitte, die Getränke ohne Strohhalm zu servieren, wenn man ihnen mit einem wiederverwendbaren Trinkhalm bereits einmal vor der Nase herumgewedelt hat…
  • Stoffserviette/ Geschirrtuch, um auf Papierservietten und Papierhandtücher verzichten zu können und vielleicht auch mal ein Boccadillo (spanisch: belegtes Baguette) oder ähnliches darin einzuwickeln
  • 1-2 Bienenwachstücher, die sich unbenutzt klein zusammenfalten lassen, aber worin man auch „feuchte“ Lebensmittel wie Jamón (spanisch: Schinken) oder Queso (spanisch: Käse) drin einwickeln kann, wenn man sie auf dem Markt kauft.
  • 1-2 Stoffbeutel für loses Obst und Gemüse
  • Edelstahl-Brotzeitdose oder Schraubglas fürs Lunchpaket und evtl. anfallende Essensreste im Restaurant
  • evtl. Kaffeebecher für die Aufrechterhaltung der Konzentrationsfähigkeit im Spanischunterricht… da bin ich mir aber noch unsicher, denn eigentlich ist es der spanische Kaffee allemal wert, „to stay“ getrunken zu werden
  • uuuund natürlich eine Einkaufstasche, um die Markt-Ausbeute ohne flimsige Wegwerf-Tüten transportieren zu können.

Abgesehen von der Trinkflasche und der Brotzeitdose (die man auf so eine Reise ja vermutlich sowieso mitnehmen würde) brauchen die meisten Sachen auch nicht viel Platz und lassen sich einfach im Rucksack oder einer Handtasche verpacken.
Ich denke, dieses „Reise-Kit“ bietet mir ausreichend Möglichkeiten, um flexibel auf die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort zu reagieren und hoffentlich so wenig Mül wie möglich zu verursachen.

Außerdem habe ich ein kleines Reisewörterbuch dabei und werde mir vorher schon einmal einprägen, was „Bitte ohne Strohhalm“ und „Könnten Sie es mir ohne Verpackung in meinen Beutel geben?“ auf Spanisch heißt…

Was meint ihr dazu? Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Dann schreibt sie mir doch in die Kommentare!

Viele Grüße,
eure Pip

2 Gedanken zu „Zero Waste auf Reisen #2: Unterkunft und Verpflegung

  1. Hallo Pip,
    wir kommen gerade aus Spanien zurück. Ich hatte nur ein Gemüsenetz dabei und das hat leider nicht gereicht. Im Supermarkt musste man die abgewogene Ware in eine Plastiktüte stecken, sobald man mehr als ein Stück kaufte. Obwohl es also fast alles lose gab, musste ich mit Plastiktüten nach Hause gehen, weil ich eben mehr als eine Kartoffel brauchte 😒 Ich würde dir also empfehlen, mehr als zwei Netze mitzunehmen, wenn du planst, zu kochen. Im Supermarkt dort wurden solche Netze manchmal sogar auch verkauft 🙂
    Viel Spaß in Spanien! Ich freue mich auf deinen Bericht 🙂

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    1. Hi! Danke für den Hinweis! Ich war ja nun schon längst in Barcelona und hatte dort keine Probleme, habe aber auch eher kleine Mengen gekauft. Aber wenn es in zwei Wochen nach Granada geht, packe ich vielleicht doch lieber noch ein drittes Netz ein 🤔 Vielleicht ist es auch eine gute Idee, nach kleinen Läden und Marktständen Ausschau zu halten, statt in großen Supermärkten einzukaufen? Ich werde berichten!

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